Mensch über Bord bergen, warum wir es wirklich üben
Von 100 Personen, die über Bord gehen, kommen 15 wieder lebend an Bord. Eine erschreckende Statistik. Wir wollen dem Rechnung tragen und im Rahmen unserer Ausbildung zum SKS und den Skippertrainings das Bergen einer Person lehren und üben.
Warum reicht die herkömmliche MOB-Ausbildung nicht aus?
In der herkömmlichen Ausbildung und in den DSV-Prüfungen reicht es, einen über Bord geworfenen Fender wieder einzufangen. Doch das hat nichts mit der Praxis zu tun. Wir wollen mehr. Wie bringe ich die Person, die im Wasser treibt, wieder an Bord? Das soll geschult und geübt werden. Dabei sind Vorbereitungen vor dem Auslaufen notwendig, wie zum Beispiel das Verlängern des Spifalls, das Anschlagen des Falls an der Want, das Anbringen eines Rettungsgurtes am Fall, das Rausschrauben der CO2-Patrone an der Weste des „Retters“. Auch die Kommandosprache muss praxisorientierter werden. Zwei Personen beobachten, der Wantenschneider muss klargemacht werden, der Gegenkurs muss bekannt gegeben werden.
Auf dass wir niemals jemanden bergen müssen.
