Spezialtörn · Notfall-Training
Unter ärztlicher Anleitung

Medizin an Bord.

Medizin an Bord ist ein einwöchiger Segeltörn, auf dem Du unter ärztlicher Anleitung die Notfallversorgung auf See trainierst. Fernab vom nächsten Hafen zählt jede Minute. Von der Wundversorgung über das Absetzen eines Medico-Gesprächs bis zum Bergen einer bewusstlosen Person übst Du praxisnah, was im Ernstfall Leben rettet. Segelerfahrung und Medizinwissen brauchst Du dafür nicht, den Rest zeigen wir Dir an Bord.

Kategorie
Notfall-Training
Anleitung
Ärztlich
Fokus
Erste Hilfe an Bord
Dauer
1 Woche

Warum ist Erste Hilfe auf See so wichtig?

Erste Hilfe auf See ist deshalb so wichtig, weil der nächste Arzt oft Stunden oder sogar Tage entfernt ist und Du die Zeit bis zur professionellen Hilfe selbst überbrücken musst. Auf hoher See kann ein Rettungshubschrauber bei schwerem Wetter nicht fliegen, und die Küstenwache braucht Zeit. In solchen Momenten hängt alles davon ab, was Du selbst kannst, mit den Mitteln, die an Bord sind. Genau das übst Du auf diesem Törn, ruhig handeln, richtig versorgen und die Zeit überbrücken, bis Hilfe eintrifft. Der Törn findet auf unserer Elan 434 Impression statt, in dem Revier, in dem die Max gerade unterwegs ist. An Bord führt Dich unser Skipper Peter Pabst mit über 20 Jahren Erfahrung sicher durchs Revier, während die medizinischen Übungen unter ärztlicher Anleitung stattfinden. So gehst Du alle wichtigen Szenarien praktisch durch und lernst, Dich selbst und Deine Crew in einer Notlage zu versorgen.

Wo lauern die größten Gefahren an Bord?

Die größten Gefahren an Bord lauern dort, wo Bewegung, Wasser und schwere Ausrüstung zusammentreffen, am Baum, am Vorschiff, an der Badeleiter und beim Anlegen. Bevor es an die Notfallszenarien geht, zeigen wir Dir die neuralgischen Punkte auf der Max, damit Du Risiken erkennst, bevor sie zum Unfall werden. Wer weiß, wo die Gefahrenbereiche sitzen, verhindert die meisten Notfälle, bevor sie überhaupt entstehen.

Wie versorgst Du Dich fernab der Küste?

Fernab der Küste versorgst Du Dich mit Notrationen, frisch gefangenem Fisch und aufbereitetem Trinkwasser. Auf einem längeren Törn kann sich die Rückkehr verzögern, durch Flaute, Wetter oder einen technischen Defekt. Du lernst, Notrationen sinnvoll einzuteilen, mit einfachem Gerät zu fischen und Trinkwasser aufzubereiten, damit Crew und Skipper auch dann versorgt bleiben, wenn der nächste Hafen Tage entfernt ist.

Für wen ist der Törn Medizin an Bord geeignet?

Der Törn Medizin an Bord ist für alle geeignet, die im Notfall handlungsfähig sein wollen, vom kompletten Neuling bis zum erfahrenen Segler, der seine Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischt. Vorwissen brauchst Du keines. Unter ärztlicher Anleitung startest Du bei den Grundlagen und arbeitest Dich Schritt für Schritt zu den anspruchsvolleren Szenarien vor. Wer schon einen Erste-Hilfe-Kurs an Land besucht hat, vertieft das Gelernte hier unter realen Bedingungen auf dem Wasser. Jeder kann, keiner muss.

Auf dem Törn Medizin an Bord lernst Du drei Dinge, die im Ernstfall zusammenspielen, eine verletzte Person bergen und versorgen, die Bordapotheke sicher einsetzen und über Funk Hilfe organisieren.

Was lernst Du auf diesem Törn?

Medizinische Versorgung

Verletzte und Kranke unter ärztlicher Anleitung versorgen

  • Wunden reinigen, versorgen und nähen
  • Zugänge legen
  • Lokal betäuben
  • Knochenbrüche schienen
  • Verbrennungen und Kreislauf behandeln
Bergung und Notruf

Wenn eine Person über Bord geht, zählt jeder Handgriff

  • Bewusstlose bergen
  • MOB-Manöver einhand
  • Notfallausrüstung und Rettungsinsel einsetzen
  • DSC-Alarm auslösen, Mayday-Funkspruch absetzen
  • Medico-Gespräch über Funk führen
Bordapotheke und Selbstversorgung

Die richtigen Mittel an Bord

  • Tipps für die Bordapotheke
  • Medikamente sicher dosieren
  • Notrationen einteilen
  • Fischen und Trinkwasser aufbereiten

Welche medizinischen Situationen trainierst Du an Bord?

Zugänge legenNähenBetäubungWundversorgungSchnittwundenÄußere VerletzungenKnochenbrücheVerbrennungenSonnenstichSeekrankheitKreislaufproblemeAllergienPanische Angst

Von Bord.